Mit einer Membran akustische Schwingungen aufnehmen und über mechanische hin zu elektrischen Wellen umwandeln, das war die Ideologie des Telefons. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam man zu dieser Entdeckung. Geräte mit so einer Funktion nannte man dann „Telefon“.
Zum Mobilfunk kam es dann 1926, als in Zügen der Reichsbahn und Reichspost auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin, mit einer neuartigen Entwicklung, den Gästen aus der 1. Klasse das Telefonieren ermöglicht wurde. Die elektrischen Wellen wurden über Antennen auf dem Zug an Telegraphenleitungen, welche neben den Gleisen platziert wurden, übertragen. Von Zugvermittlungsstellen wurden diese Gespräche dann mit dem Festnetz verbunden.
1958 kam die nächste große Entwicklung: Das A-Netz wurde geschaffen und es konnte nun während der Autofahrt telefoniert werden. Die Einbauten hatten ein Gewicht von 16kg und wurden deswegen größtenteils im Kofferraum verbaut. Vom Preis sollte man am Besten gar nicht sprechen, bei 15000Mark für eine Automobiltelefonanlage war es damals nur der oberen Gesellschaftsschicht möglich mobil zu telefonieren. Doch um einen anderen Gesprächsteilnehmer zu erreichen, musste man den genauen Standpunkt des zu Erreichenden wissen, da es für jeden Umkreis von ca. 50km eine neue Vorwahl gab.
1974 kam es dann zum B-Netz, welches weitreichende Telefonate ermöglichte, die Gespräche wurden auch nicht mehr per Hand vermittelt, wie es beim A-Netz der Fall war, sondern jetzt schon automatisch. Die Bundespost bediente schon mit dem B-Netz bis zu 27000 Kunden.
Im Jahre 1985 wurde das 3. Telefonnetz eingeführt, das C-Netz. Nun besaß man endlich seine eigene Rufnummer durch die Geburt der Simkarte. Eine kleine Plastikkarte mit einem Magnetstreifen, welcher später von einem Chip ersetzt wurde. So war die Rufnummer nicht mehr vom Gerät abhängig, sondern jeder Nutzer hatte seine persönliche Nummer auf einer kleinen Simkarte, eine wichtige Entwicklung. Der Standort des Empfängers war also auch nicht mehr von allzu großer Bedeutung, die Vorwahlen für jeden einzelnen Bezirk von 50km wurden abgeschafft. Datenübertragungen erfolgten jetzt auch schon mit einer Rate von bis zu 14kBit/s. Die Geräte selbst haben sich natürlich auch verbessert. Sie wurden wesentlich leichter und wogen jetzt um die 4-5 Kilogramm. Das Design war Handkofferähnlich. Der Höhepunkt des C-Netzes kam 1993, als es über ca. 850000 Benutzer verfügte. Diese extreme Steigerung war die Folge von den starken Preisnachlässen. Das Mobiltelefonieren war nicht mehr nur der reichen Bevölkerung möglich. Letztendlich brachte das C-Netz viele Modernisierungen mit sich.
1991 ging das erste digitale Netz an den Start, das D-Netz. Die Sprachqualität verbesserte sich enorm und die ersten SMS (Short Message Service) konnten versendet werden. Die Datenübertragungsrate hielt sich konstant bei mindestens 9,6kBit/s, beim C-Netz war sie noch sehr schwankend, da es vom Empfangsbereich stark abhängig war. Die Anzahl der mobiltelefonierenden Bevölkerung stieg auf 4 Millionen.
Schnell gefolgt geht 1994 das E-Netz in Betrieb. Insgesamt verbesserte das E-Netz wieder die Sprachqualität und verringerte die Sendeleistung auf 1 Watt um den Batterieverbrauch zu senken.
Die Zukunft liegt nun im UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), welches 2004 geschaffen wurde. Es bietet viele neue Möglichkeiten wie Videomitteilungen, interaktives Fernsehen und online browsing. Die Datenübertragungsrate stieg auf ganze 384kBit/s. Weltweit wurden Ende 2006 47,3 Millionen UMTS-Benutzer gezählt.
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