1. Satelliten DSL von skyDSL

2. Internet über Satellit von starDSL

3. DSL via Satelliten von Filiago

DSL via Satellit funktioniert genauso wie ein Fernseher über Satellit. Die Daten werden über die Parabolantenne empfangen und an den Computer zur Verarbeitung weitergegeben. Hardwaretechnisch werden ein Satellitenschüssel, eine digitale LNB und eine DVB-Karte notwendig. Die Satellitenschüssel sollte ein Durchmesser von mindestens 60 cm haben (für Astra oder Eutelsat). Allerdings kann es sein dass bei heftigem Gewitter oder Regen die Signalstärke der Antenne gedämpft wird. Der Zugang zum Internet via Satellit wird angeboten, da an manchen Gebieten keine Kabel oder DSL-Leitung angeboten werden. Dafür ist DSL via Satellit meistens teurer als herkömmliche Verbindungstechniken. Da die Bandbreite beim DSL via Satelliten begrenzt ist und es lange Laufzeiten gibt ist die reine Breitband-Nutzung wenig sinnvoll. Vielmehr sollte man DSL via Satellit als Ergänzung zu einer vorhandenen DSL-Leitung bzw. DSL-Verbindung nutzen. Man unterscheidet DSL via Satellit in zwei Hauptverbindungsarten.

1-Wege-Satellitenverbindung

Diese Version bzw. Variante des Satelliten-DSL setzt einen Rückkanal für das Internet voraus. D.h. es wird beim Nutzer ein Modem oder eine ISDN-Verbindung vorausgesetzt. Eine Wählverbindung ist notwendig um einen Rückkanal zu realisieren. Über die Satellitenverbindung werden die Daten empfangen und über die Wählverbindung (z.B. Analog, ISDN) werden die Daten im Internet bzw. mit dem Internet synchronisiert. Ein Proxy koordiniert die Wählverbindung zusammen mit der Satellitenverbindung.

2-Wege-Satellitenverbindung

Dies ist ein geschlossenes System, dass über die Parabolantenne sendet und empfängt. Es besteht aus einem Modem und einer LNB. Die Satelliten-Moden übernimmt hier die Funktion einer IP-Brücke. D.h. dieselbe Aufgabe eines DSL-Modems. Bei dieser Technik ist der PC direkt im Internet direkt verbunden und daher sollte ein Firewall dazu geschaltet werden. Damit lassen sich eventuelle Angriffe vermeiden oder minimieren. Die Größte der Parabolantenne bei dieser Variante beträgt mindestens 80 cm. Der Unterschied zum 1-Wege-Satellitenverbindung ist die nicht notwendige Wählverbindung sprich Rückkanal. Das Senden und Empfangen bei der 2-Wege-Verbindung erfolgt über DVB-S bzw. DVB-S2.

Das Hauptproblem bei beiden Varianten ist die beschränkte bzw. geringe Bandbreite. Alle Nutzer des Satelliten-DSL teilen sich die Bandbreite. Da Satelliten etwa 40000 km über der Erde kreisen gibt es Verzögerungen verbunden mit Wartezeiten, welche durch die Entfernung hervorgerufen werden. Die Signale müssen vom Boden aus zum Satelliten und nochmal zurück. Diese Strecke ist ca. in 270 ms überwunden. D.h. die Laufzeiten sind ebenfalls hoch.